Stimmen der Migration

Hamburg ist eine Stadt der Einwanderung. Diese Vielfalt spiegelt sich zunehmend in der freien Kunstszene wider. Künstlerinnen mit Migrationsgeschichte bringen Perspektiven ein die den Diskurs bereichern.

In Wilhelmsburg entstand 2025 ein Gemeinschaftsprojekt mit Geflüchteten. Zwölf Teilnehmerinnen gestalteten großformatige Collagen aus persönlichen Dokumenten und Stadtplänen. Die Arbeiten zeigen die Suche nach Orientierung in einer neuen Umgebung.

Großformatige Collagen aus einem Gemeinschaftsprojekt

Queere Räume schaffen

Queere Kunstschaffende in Hamburg nutzen Offspaces als sichere Orte für ihre Arbeit. Die Ausstellungsreihe „Safe Space" im Gängeviertel zeigt seit 2024 Werke zu Identität und Körperpolitik. Performances und Installationen laden zur Auseinandersetzung ein.

Ein besonderes Projekt verwandelte einen Projektraum in St. Pauli in einen begehbaren Schutzraum. Besucherinnen betraten eine weiche Landschaft aus Kissen und Stoff. Audiobeiträge erzählten persönliche Geschichten von queeren Hamburgerinnen.

Begehbare Installation als queerer Schutzraum

Inklusive Kunstpraxis

Barrierefreiheit in der Kunst geht über Rampen und Aufzüge hinaus. Hamburger Offspaces experimentieren mit taktilen Ausstellungsformaten. Blinde und sehbeeinträchtigte Menschen können Skulpturen berühren und Audioguides nutzen.

Das Projekt „Alle Sinne" entwickelte Ausstellungsformate für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Jedes Werk wurde in mehreren Sinneskanälen erfahrbar gemacht. Die Ergebnisse veränderten die Vorstellung davon was eine Ausstellung sein kann.

Taktile Ausstellung mit berührbaren Skulpturen

Community Art in den Stadtteilen

Community Art bringt Kunst dorthin wo Menschen leben. In Billstedt und Harburg entstehen Wandbilder im Dialog mit Anwohnerinnen. Kunstschaffende arbeiten wochenlang vor Ort und entwickeln Motive gemeinsam mit der Nachbarschaft.

Diese Projekte verändern Stadtteile sichtbar. Graue Fassaden werden zu Leinwänden. Die Beteiligten erleben den kreativen Prozess als ermächtigend. Kunst wird zum Werkzeug für Teilhabe und Sichtbarkeit.

Wenn die Nachbarschaft das Motiv bestimmt entsteht echte Gemeinschaftskunst.
Wandbild-Projekt mit Beteiligung der Nachbarschaft