Die aufregendsten Stimmen der Hamburger Kunstszene und ihre wichtigsten Arbeiten.
Lena Voss studierte an der HFBK und lebt seit 2023 in Ottensen. Sie verbindet generative Algorithmen mit handgezeichneten Elementen. Ihre Arbeiten existieren gleichzeitig als Prints und als interaktive Webprojekte.
Die Serie „Digitale Fragmente" zeigt zerstückelte Porträts in leuchtenden Farben. Jedes Bild besteht aus tausenden kleinen Zeichnungen. Erst aus der Distanz ergeben sie ein Gesicht. Die Spannung zwischen Nähe und Ferne macht die Arbeiten besonders fesselnd.
Milo Bauer kam über den Tanz zur bildenden Kunst. Seine Skulpturen fangen Bewegungsmomente in Gips und Stahl ein. Jede Figur zeigt einen Sekundenbruchteil einer Geste.
Im Projektraum Genscher zeigte er 2025 eine Gruppe von zwölf Figuren. Sie bildeten eine eingefrorene Choreografie. Besuchende konnten sich zwischen den Skulpturen bewegen und die Komposition verändern.
Yara El-Ahmad verbindet traditionelle Webtechniken mit modernen Materialien. Ihre großflächigen Tapisserien erzählen von Heimat und Ankommen. Sie studierte Textildesign und arbeitet seit 2024 in einem Gemeinschaftsatelier in Wilhelmsburg.
Die Arbeit „Neue Küste" zeigt eine abstrakte Hafenlandschaft aus Metallfäden und Baumwolle. Das Werk misst drei Meter in der Breite. Es funkelt im Licht und verändert ständig seine Erscheinung.
Finn Paulsen fotografiert das unscheinbare Hamburg. Seine Langzeitprojekte dokumentieren Orte vor ihrer Veränderung. Er arbeitet ausschließlich analog mit einer Mittelformatkamera.
Die Serie „Bestand" zeigt Hamburger Eckkioske in frontaler Ansicht. Jedes Bild wird zur Zeitkapsel eines verschwindenden Stadtbildes. Die Arbeiten hängen bewusst in genau jenen Vierteln die er fotografiert. Dieser Ortsbezug gibt den Bildern eine zusätzliche emotionale Tiefe für die Anwohnerinnen.