Atelierbesuche und Einblicke in die Arbeitsprozesse Hamburger Kunstschaffender.
Jedes Werk beginnt mit einer Idee. Für viele Hamburger Kunstschaffende entsteht die Inspiration beim Spaziergang durch die Stadt. Der Hafen liefert Bilder und Geräusche die in Arbeiten einfließen. Manchmal ist es ein Detail an einer Fassade.
Im Atelier werden Skizzen angefertigt und Materialtests durchgeführt. Manche Künstlerinnen arbeiten mit digitalen Entwürfen am Computer. Andere beginnen direkt mit dem Material und lassen den Prozess die Richtung bestimmen.
Die Materialsuche ist oft ein kreativer Prozess für sich. Künstlerinnen durchstöbern Flohmärkte und Baustellen nach brauchbaren Fundstücken. Recycelte Materialien verleihen Arbeiten eine besondere Geschichte.
Im Atelier folgen Experimente mit Techniken und Zusammensetzungen. Nicht jeder Versuch gelingt. Gescheiterte Ansätze werden dokumentiert und manchmal zum Ausgangspunkt für neue Ideen. Der Weg zum Werk ist selten geradlinig.
In der intensivsten Phase arbeiten Kunstschaffende täglich viele Stunden. Das Werk nimmt Form an und verlangt volle Konzentration. Manche schlafen im Atelier um den Arbeitsfluss nicht zu unterbrechen.
Feedback von Kolleginnen und Vertrauten spielt eine wichtige Rolle. In Gemeinschaftsateliers entstehen spontane Gespräche über die laufende Arbeit. Externe Blicke helfen blinde Flecken zu erkennen.
Der Transport und die Installation im Ausstellungsraum bilden den letzten Akt. Große Arbeiten müssen zerlegt und vor Ort wieder zusammengebaut werden. Die Hängung und Beleuchtung verändern die Wirkung erheblich.
Am Tag der Vernissage zeigt sich ob alles aufgeht. Die Reaktionen des Publikums sind der ultimative Test. Manche Arbeiten entfalten ihre volle Kraft erst im Zusammenspiel mit dem Raum und den Menschen darin.