Die stärksten Arbeiten der letzten Jahre aus Hamburgs freien Projekträumen.
Im Gängeviertel entstand 2024 eine großformatige Wandarbeit aus überlagerten Drucken. Die Künstlerin verarbeitet persönliche Archive in einer Technik zwischen Siebdruck und Collage. Jede Schicht zeigt Fragmente aus Briefen und Fotografien vergangener Jahrzehnte.
Die Arbeit wächst über drei Stockwerke und verändert sich je nach Tageszeit. Natürliches Licht bringt unterschiedliche Schichten zum Vorschein. Besucherinnen entdecken bei jedem Besuch neue Details.
Diese Klanginstallation verwandelt einen Projektraum in Altona in ein akustisches Erlebnis. Sensoren erfassen Bewegungen der Besucherinnen und übersetzen sie in Echtzeit-Kompositionen. Der Raum reagiert auf jede Geste.
Der Künstler verbindet analoge Synthesizer mit digitaler Signalverarbeitung. Jeder Besuch erzeugt ein einmaliges Hörerlebnis. Die Arbeit wurde beim Rundgang 2025 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Über 2000 Besucherinnen erlebten die Installation im ersten Monat.
Eine Videoarbeit dokumentiert abgerissene Gebäude in Hamburg auf poetische Weise. Die Projektion überlagert historische Fotografien mit aktuellen Drohnenaufnahmen der leeren Grundstücke. Geisterhafte Silhouetten erscheinen und verblassen.
Die Arbeit wurde erstmals in einem leerstehenden Ladenlokal auf der Reeperbahn gezeigt. Sie thematisiert Gentrifizierung ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen lässt sie Verlust fühlbar werden.
Aus recycelten Stoffen formt eine Künstlerin begehbare Skulpturen in Industriehallen. Die organischen Formen erinnern an Korallenriffe und Körperorgane zugleich. Besuchende tauchen in ein weiches Labyrinth ein.
Die Materialien stammen aus Hamburger Secondhandläden und Textilfabriken. Nachhaltigkeit ist kein Konzept neben der Kunst. Sie ist Teil des Werkes selbst und gibt ihm eine zusätzliche erzählerische Ebene.